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Nachdem ich vor einiger Zeit die beta-Version Apple’s eigenen Browser Safari 4 beschrieb, habe ich ihn nun heute als finale Version unter Mac OS X installiert. Gestern wurde die Version offiziell auf der in San Francisco vorgestellt und steht nun für Mac OS X und Windows als finale Version zum kostenlosen Download bereit.

Bevor ich auf meinen kleinen Safari – Test komme, möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, das gestern auch das neue iPhone 3GS, das neue Betriebssystem OS 3.0 fürs iPhone, die nächste Generation von Mac OS X Leopard namens Snow Leopard sowie eine komplett überarbeitete Macbook Pro Serie vorgestellt wurde.

Nun aber zu Safari 4.

Topsites im Safari 4 von Apple

Top Sites von Safari 4

Auf dem oberen Screenshot sieht man eine der Neuerungen, die das Surfen mit Safari erheblich vereinfachen. Die Erfahrung zeigt, das jeder Nutzer bestimmte Webseiten regelmäßig besucht. Diese Top-Seiten merkt sich Safari 4 nicht irgendwo und speichert diese Liste versteckt, sondern zeig sie dem Nutzer in übersichtlicher Form an. Diese Top-Seiten enthalten nicht nur einen Screenshot der jeweiligen Seite, sondern diese werden ständig aktualisiert. Diese Änderungen werden mit einem Stern (im oberem Beispiel auf der Website von Youtube, Wikipedia und n-tv) gekennzeichnet.

Cover Flow bei den Lesezeichen

Lesezeichen sind eine schöne Sache, doch wenn man eine bestimmte Webseite besucht hat, diese als Lesezeichen speichert, merken sich andere Browser lediglich die URL und den Namen. Anders im Safari 4: Hier werden Screenshots gespeichert und man kann so schneller sehen, welche Seite man erneut besuchen möchte. Man muss nicht lange Listen lesen, sondern scollt bequem durch seine Lesezeichen per Cover Flow.

Die Funktion Cover Flow arbeitet ebenfalls beim Verlauf – also zeigt in optischer Form die besuchten Seiten an, die man so über Cover Flow schnell und eindeutig wieder findet. Sollten sich Webseiten optisch zu sehr ähneln, hat man – wie üblich im Cover Flow – eine Liste, die im Safari 4 die URL und den Seitennamen zeigt. Eine Suchfunktion, die Texte aller besuchter Seiten durchforstet, hilft erheblich, bestimmte Seiten wieder zu finden.

Nitro Engine – schneller surfen mit Safari 4

Wie bei jedem Update eines Browsers werben die Hersteller mit der Geschwindigkeit. Laut eigenen Aussagen soll Safari 4 bis zu 8x schneller sein als der Internet Explorer 8. Selbst der sehr beliebte Firefox ist laut Apple langsamer. Ob wirklich schneller oder nicht – ich habe das subjektive Gefühl, das Safari 4 in der Tat sehr schnell ist.

Barrierearmes Surfen

Immer mehr Menschen, die eine Sehbehinderung haben, surfen im Netz. Doch nicht nur diese Menschen möchten Texte lesen und sich informieren. Auch Texte, die per CSS in grauer Schriftfarbe auf weissem Hintergrund sitzen, machen die Lesbarkeit beinahe unmöglich. Hier hilft die integrierte Zoom-Funktion weiter. Texte lassen sich erheblich vergrößern und bieten so eine gute Lesbarkeit.

Eingabehilfen bietet Safari 4 auch, wenn auch nicht so ausgefeilt wie Firefox. Tippt man die ersten Buchstaben in die Safari Adresszeile, so werden zeitgleich Adressen aus den Lesezeichen, Top Seiten oder dem Verlauf vorgeschlagen. Diese kann man dann per Mausklick aufrufen. Es ist allerdings nicht möglich, Lesezeichen mit Schlagwörtern zu versehen, so dass die Buchstabenfolge sich in der URL oder Seitennamen befinden muss.

Safari 4 – Sicherheit

Wie andere Browser auch, hilft Safari den Nutzer davor gefährliche Pfishing – Seiten zu besuchen. Sobald eine Seite besucht werden soll, warnt Safari und gibt entsprechende Meldungen heraus. Ferner warnt Safari vor Malware – Seiten und arbeitet im Hintergrund mit installiertem Virenschutz-Programmen zusammen.

HTML 5 / CSS 3

Besonders Webdesigner freut es, leider ist es noch nichts für die Praxis. Die neuesten Webstandards HMTL 5 und CSS 3 werden vom Safari 4 unterstützt. Da aber andere – weit verbreitete – Browser diese Technologien (noch) nicht anbieten, bleib abzuwarten, ab wann dieses Technologien so eingesetzt werden können, ohne einige Nutzer auszuschließen. Abschließend möchte ich erwähnen, das Safari der zurzeit einziger Browser ist, der den Acid3 Test mit Barvour besteht – 100 von möglichen 100 Punkten – mehr geht nicht.

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